Stromausfall wegen zu vieler Wärmepumpen und Elektroautos?

Shownotes

Original Veröffentlichung: 23.09.2025
Die Energiewende braucht Elektrifizierung. Aber unsere Stromnetze halten das nicht aus. Zu Gast ist Dr. Anselm Eicke, Partner bei NEON und Berater für Strommarktdesign – er arbeitet mit Bundesministerien, der Europäischen Kommission und Netzbetreibern zusammen und erklärt, wie dieses Dilemma entstanden ist und wie wir da rauskommen.
Das Problem: Wenn in den nächsten Jahren Millionen Wärmepumpen und Elektroautos dazukommen, wird die Stromnachfrage steigen. Die Netze werden damit zumr Engpass – sie müssen schneller ausgebaut werden. Das wurde 2023 in Oranienburg deutlich, als der Netzbetreiber sagen musste, dass er keine neuen Elektroautos und Wärmepumpen mehr anschließen kann. Die Netzkapazität war voll.
Die Lösung heißt Flexibilität. Nicht alle Geräte dürfen gleichzeitig Strom ziehen. Wärmepumpen könnten mittags laufen, wenn die Sonne scheint und Strom günstig ist. Elektroautos könnten nachts laden, wenn weniger Nachfrage im Netz ist. Heimspeicher könnten Strom speichern und später abgeben. Aber dafür braucht es intelligente Steuerung, Smart Meter und dynamische Stromtarife – Technologien, die Deutschland noch nicht hat.
In dieser Episode klären wir, wie Strommarktdesign funktioniert, warum die Netze zum Engpass werden und wie Haushalte durch Flexibilität Teil der Lösung werden können.

Transkript anzeigen

00:00:00: Der Strommarkt und das Stromnetz stehen in Deutschland vor enormen Herausforderungen.

00:00:05: Was für Herausforderungen sind das?

00:00:07: Und welche Lösungsansätze gibt das dafür?

00:00:09: Das wollen wir heute mit unserem Gast Anselm Eike besprechen.

00:00:36: Strommarkdesign, die Herausforderungen, die wir da momentan sehen.

00:00:40: Das ist ein Thema das tatsächlich jetzt in den letzten Jahren wirklich eine öffentliche Debatte angekommen ist.

00:00:45: Siehst du das auch so?

00:00:46: Dass sich da was verändert hat in der öffentlichen Debatte in den letzen Jahren?

00:00:49: und wenn ja... Was waren da die Triggermomente?

00:00:52: wie kommt es dazu dass er plötzlich über sowas wie Married Order sprechen?

00:00:55: Grundsätzlich ist durch den Klimawandel des Themas Strom- und Elektrizierung immer relevanter geworden und das hat relativ lange gedauert bis dass wir vom Klimathema auch aufs Energiethema gegangen sind und uns mehr darüber unterhalten, und das auch in der Öffentlichkeit eingekommen ist.

00:01:09: Das ist natürlich sozusagen ein schleichender Prozess, der sich in den letzten zehn Jahren kontinuierlich vollzogen hat, würde ich sagen.

00:01:15: Aber der große Push kam eher durch die Energiekrise.

00:01:20: Wo die Strompreise, Energiepreise und Gaspreise durch die Decke gegangen sind nach dem russischen Angriffsprieg Und das war der Zeitpunkt wo auch immer mehr Strommarktexperten dann plötzlich in den Medien zu sehen waren und zu hören waren und wo glaube ich auch vielmehr Menschen sich im Land mit dem Thema auseinandergesetzt haben weil es halt sie viel mehr betroffen hat als davor.

00:01:39: Das sind jetzt natürlich auf der einen Seite die Sorgen der Endverbraucher die plötzlich gemerkt haben da passiert etwas.

00:01:44: Kannst du auch durch deine Arbeit und deine Beratungen von den entsprechenden Kunden, die wir gerade besprochen haben, das auch nachvollziehen?

00:01:51: Und sehen dass in den Institutionen dieselben Sorgen existieren und da plötzlich neue Themen auf der Platte sind.

00:01:58: Also ich würde es auf jeden Fall sagen, dass sowohl Netzbetreiber, Versorgungsunternehmen des Ministeriums, die NGOs dieses Thema Verbraucherschutz... Auf dem Schirm haben, manche mehr und manche weniger.

00:02:10: Ich glaube gerade in der Energiekrise gab es eigentlich kein wichtigeres Thema als die Frage wie verhindern wir das Leute in Deutschland teilzugehen bei ihrer Stromrechnung nicht zahlen können?

00:02:19: Da gab's ja auch verschiedene Unterstützungsmaßnahmen.

00:02:21: Und auch im Bereich Energiewende ist natürlich ein Thema insbesondere wenn wir jetzt weggehen von Technologien, die auf Brennstoffen basieren hin zu Technologienen, die mit Strom arbeiten.

00:02:34: da ist ja ein fundamentaler Unterschied nämlich früher waren die Investitionskosten der Anlagen deutlich geringer und die Betriebskosten dafür höher.

00:02:43: Jetzt ist es andersrum, man zahlt relativ viel für die Investitionen weniger für den Betrieb.

00:02:48: das ist natürlich auch eine Frage wo dann auch der Verwocherschutz wieder mitgedacht wird und wo die Frage von Gerechtigkeit wer kann sich das leisten mehr eine Rolle spielt und mehr auf der Tagesordnung ankommt?

00:02:59: Ich möchte mal so ein paar Begriffe gleich reinschmeißen über die wir sicherlich in den nächsten Minuten noch sprechen werden.

00:03:04: Aber noch einmal zwei, drei Schritte zurück.

00:03:08: Der Russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat sicherlich eine Zeitenwende ausgelöst in vielerlei Hinsicht.

00:03:12: Das deutsche Geschäftsmodell beruhte eigentlich seit Ewigkeiten darauf, dass wir günstige Gaspreise haben und dementsprechend auch unsere Industrie agieren konnte.

00:03:21: Die Energiewende hat deswegen plötzlich nochmal ganz andere Bedeutung bekommen, ganz anderen Drollen bekommen.

00:03:26: über die Energiewände sprechen wir schon seit Jahrzehnten kommen da mehr oder minder gut voran.

00:03:31: Wo stehen wir denn jetzt gerade in dieser Diskussion?

00:03:34: Wir müssen uns von Gas unabhängiger machen.

00:03:36: Die Elektrifizierung muss voranschreiten, die Energiewende beschreibt genau das.

00:03:41: Wo würdest du sagen, stehen wir momentan bei deinem Thema

00:03:44: in Deutschland?

00:03:44: So ein Prozent!

00:03:45: Ja zum Beispiel von eins bis zehn.

00:03:49: Also ich glaube, wir sind auf dem richtigen Weg aber es ist ein langer Weg und wir sind bei Weitem noch nicht da wo wir sein müssen insbesondere auch diese ganze Debatte ums Heizungsgesetz.

00:04:00: Wie kriegen wir die Energiewende vorwärts?

00:04:02: Wie kriegen wie die Energiewende die Haushalte.

00:04:04: Das ist eine Debatte, die sehr aufgeladen ist und die glaube ich vor allen Dingen aus politischen Gründen sehr viel länger braucht als Experte manchmal wünschen würde.

00:04:13: Ich finde wenn man sich die Sachen auf den Papier anschaut das ist relativ klar wo wir hin müssen.

00:04:16: Es ist relativ klare was jetzt nicht mehr geht Einbau von fossilen Anlagen.

00:04:20: dass das politisch so schwer es umzusetzen überrascht uns als Experten manchmal auch wieder.

00:04:25: also ich war nicht beim Heizungsgesetz involviert.

00:04:26: aber diese ganze Emotionen, die da aufgepocht sind und diese eigentlich sinnvolle Debatte so sehr überlagert haben und so emotionalisiert haben.

00:04:37: Die bremsen diesen Prozess immer mehr aus.

00:04:40: deswegen würde ich sagen wir sind vielleicht bei zwei bis drei von zehn.

00:04:44: also wir haben noch einen langen Weg zu gehen und den letzten Meter werden bestimmt auch herausfordernd werden.

00:04:50: aber aktuell sind wir auf dem richtigen Weg.

00:04:52: der könnte schneller sein.

00:04:53: Ich wünsche mir dass er schneller wäre Aber ich sehe auch sehr viel Fortschritt

00:04:56: Da.

00:04:56: lass uns genau da einsteigen, weil um diese Herausforderung geht es und um die Lösungen geht das jetzt nur.

00:05:02: in der letzten Frage noch dazu.

00:05:03: Würdest du sagen dass die Ziele klar sind?

00:05:07: Dass es also eigentlich kein Zieldebatte mehr gibt darüber wo wir hin wollen sondern eigentlich nur darum geht wie wir dahin kommen oder sprechen da tatsächlich auch noch über die große Richtung?

00:05:19: Ich würde mir wünschen dass die ziele klar werden.

00:05:21: ich hatte unter den letzten Bundesregierung ein deutlich stärkeres Gefühl zum Beispiel eine Energiewende überhaupt nicht in Frage gestellt wird.

00:05:29: Offiziell klubst die aktuelle Bundesregierung auch nicht, offiziell ist schon noch klar wir wollen eine Energievende.

00:05:35: Die Maßnahmen, die ich jetzt sehe und die politischen Aussagen, die Ich höre setzen schon wieder ein engeres Framework, ein engeres Narrativ machen Einschränkungen, machen wenig Anstrengungen der Energiewenden hinzukriegen.

00:05:48: Ich hoffe dass das nicht infrage gestellt wird, dass sie Energiewende brauchen.

00:05:51: Ich bin mir da nicht so sicher.

00:05:52: auch im März beim Autogipfel Da sind immer wieder Aussagen, die das führen.

00:05:57: Was ich mehr hinterfrage wollen wir denn eigentlich?

00:06:00: Die Energiewende wirklich so zu hundert Prozent oder was wie sie nicht da hatte?

00:06:03: schon mal mehr Klarheit und

00:06:05: Energiewände bedeutet am Ende des Tages natürlich vor allem eines Mehr weg von fossilen und mehr Elektrifizierung.

00:06:11: Und für den Endverbraucher heißt das natürlich meistens und vor allem, wenn er sich beispielsweise ein neues Auto holen muss.

00:06:17: Hol ich mir noch mal einen Verbrenner oder gehe jetzt auf eine Elektroauto?

00:06:19: Bei einer Heizung hole ich mir jetzt nochmal eine alte Gasheizung oder gehe ich jetzt auf die Wärmepumpe beispielsweise.

00:06:24: Das heisst es sind ja ganz konkrete Entscheidungen, die dann wirklich beim Endverbracher auch ankommen.

00:06:29: Die große Frage ist also wir brauchen mehr Elektrifizierung.

00:06:32: wie kann das denn gelingen?

00:06:33: Also was sind momentan die großen Herausforderungen, wenn wir jetzt das Stromarkdesign uns anschauen Wo hängt das momentan bei der Elektrifizierung?

00:06:41: was in die größten Hürden in Deutschland?

00:06:43: Ich glaube gerade im Bereich der Haushalte ist natürlich einfach vorhin eine Aufklärungsarbeit.

00:06:49: Es muss irgendwie klar sein, was in Zukunft die günstigere Technologie ist.

00:06:53: wenn wir da Unsicherheit haben dann hindert es Entscheidungen sinnvoll zu treffen.

00:06:58: Das merken wir insbesondere bei den ganzen Heizungsdebatten Wenn unklar ist, wo die Reise hingeht.

00:07:03: Das heißt für gar keine Entscheidung getroffen werden und man sagt naja irgendwie schafft es meine Erheizungsanlage noch ich treffe jetzt erstmal keine Entscheidung.

00:07:09: mal gucken was nächstes Jahr wie die Rahmenbedingungen so aussehen.

00:07:12: Jetzt investiere ich erst einmal nicht.

00:07:13: Und das sozusagen glaube ich schon eine wichtige Aufgabe die die Politik hat ne klare Richtung vorzugeben und die dann auch klar durchzuziehen um so Unsicherheit rauszunehmen.

00:07:24: aktuell noch eine der großen Baustellen, die wir angehen müssen.

00:07:26: Im System gibt es natürlich auch viel Herausforderung.

00:07:29: wenn wir dieses System umstellen und viele Verbrauchsarten insbesondere beim Verkehr und beim Heizen von fossilen Energieträgern auf Strom umstellen dann hat das natürlich Auswirkungen auf den Stromsystem.

00:07:40: der Strom muss irgendwo herkommen er muss irgendwie zu dem Verbraucher hin kommen nachbauen müssen sowohl in Erzeugungseinlagen als auch an Netzen, Übertragungsnetz und Verteilennetz.

00:07:48: Da ist viel notwendig.

00:07:50: wie schnell und wie dringend es notwendig ist hängen natürlich auch davon ab wie schnell wir elektrifizieren und die beiden Punkte hängen zusammen.

00:07:56: also ich muss natürlich beides gemeinsam schon ein Stück weit koordiniert bekommen.

00:07:59: das macht keinen Sinn erst die netze auszubauen dann zehn jahre später den verbrauch zu elektrifizieren.

00:08:03: andersrum geht's auch nicht.

00:08:05: dass wird das irgendwie naheinander verzahnen ist wichtig und dazu braucht auch wieder politische Entscheidungen.

00:08:12: Wir sprechen jetzt gerade heute an einem Tag, in dem jetzt in dieser Woche wahrscheinlich das energiewende Monitoring von Frau Reiche dann eben veröffentlicht wird.

00:08:20: Wir wissen noch nicht zu welchem Ergebnis eben das Monitoring kommt.

00:08:24: man darf gespannt sein.

00:08:25: aber die große Frage dahinter ist natürlich wie weit müssen wir noch die erneuerbaren eben ausbauen?

00:08:32: Inwiefern brauchen wir noch mehr Gaskraftwerke?

00:08:35: dass das im Grunde genommen erst mal die große Systemfrage, die dahinter steht.

00:08:38: Wir haben jetzt in den letzten Jahren unter der Ampel-Regierung beim Ausbau der Erneuerbaren recht gut vorangekommen.

00:08:44: Da hat es hier entfiel.

00:08:46: Ist das momentan noch eine große Hürde?

00:08:48: Also wenn wir jetzt einmal... Du hast gerade gesagt, wir müssen irgendwo den Strom erstmal produzieren und dann müssen wir ihn zu den Leuten bringen und da müssen wir gucken wie wir damit umgehen.

00:08:54: Jetzt mit dem ersten Punkt mal anfangen.

00:08:56: Haben wir immer noch ein Problem bei dem erneuerbaren Ausbau?

00:08:59: Braucht's denn noch mehr?

00:09:01: Wir sind da auf dem richtigen Weg, aber und das ist glaube ich ein bisschen eine Frage die sich jetzt in den nächsten Tagen etwas klären wird.

00:09:06: Es gibt Bestrebungen aus dem Wirtschaftsministerium.

00:09:10: Frau Reichel lässt es schon durchklingen dass sie das Gefühl hat dass wir zu schnell beim Anäuern Ausbau sind und ich glaube dass das Monitoring wahrscheinlich auch genutzt wird um da einen Zeichen zu setzen.

00:09:22: Wahrscheinlich wird sozusagen rauskommen, wir sind ein bisschen zu schnell und die anderen Bereiche hängen hinterher.

00:09:26: Ein Stück weit stimmt es, das ist vielleicht auch nicht Gott gegeben.

00:09:28: also man kann auf die andere Bereiche beschleunigen.

00:09:29: Man kann sozusagen die Elektrifizierung beschleünigen, man kann den Netzausbau beschleinigen in Grenzen aber grundsätzlich ist das möglich.

00:09:36: Es kann sein dass das Monitoring genutzt wird um zu zeigen wie haben so viele Erneuerbare?

00:09:40: Die anderen Bereichen kommen nicht hinter her und statt die anderen bereiche zu beschleundigen bremsen wir lieber bei einer Neuerbahn.

00:09:45: wenn das passiert dann werden unsere Ziele nicht schaffen und dann wird sozusagen Bremsen mit Energiewende aus.

00:09:51: Ich halte es für nicht unwahrscheinlich, dass das in den nächsten Monaten in die Richtung gehen wird.

00:09:56: Ich hoffe natürlich nicht!

00:09:57: Also das ist eine interessante Frage.

00:09:59: Wir haben eben verschiedene Komponenten in diesem großen Strommarkt, die gleichzeitig hochgefahren werden müssen und sich verändern müssen.

00:10:07: Das sind ja diese großen Transformationen.

00:10:09: Bei den Erneuerbaren haben wir jetzt gut Speed hingelegt.

00:10:12: Jetzt müssen die anderen hinterher kommen.

00:10:14: Gehen wir mal zu den Netzen.

00:10:16: Im Grunde genommen sind die momentan der limitierende Faktor.

00:10:19: Kannst du das einmal beschreiben, was ist da der limitierende Faktor und warum kommen die nicht voran in ihrem Ausbau?

00:10:26: Es gibt sozusagen sehr unterschiedliche Arten von Netzen.

00:10:29: Das eine sind die Übertragungsnetze also die Netze die den Strom über lange Strecken in Deutschland transportieren insbesondere halt auch von der Nordsee von der Ostsee von den windreichen Regionen in die Verbrauchsregion in Süddeutschland wo wir vor allen Dingen die großen Verbraucher haben.

00:10:44: Da ist einiges passiert, es ist sehr viel langsamer passiert als wir uns das gewünscht hätten.

00:10:48: Das lag unter anderem an politischen Widerstand, vor allem aus Bayern sowohl von den Parteien als auch von den Bürgern und... Was

00:10:56: war da der Widerstand?

00:10:58: Es war schon eine relativ klare Bestrebung dafür weniger einen Übertragungsnetz zu haben keine Verschandelung der Landschaft durch Übertragungsnetze.

00:11:05: Warum?

00:11:05: Weil die natürlich eben in die Landschaft gebaut werden, weil man sie sieht und weil man das nicht im Garten haben will.

00:11:11: Niemand möchte es in seinem eigenen Garten habe.

00:11:13: Grundsätzlich hat niemand was dagegen wenn's irgendwo anders ist.

00:11:15: aber halt nicht bei mir.

00:11:16: und wenn wir alle denken dann wird schwierig etwas zu bauen und dass hat diese Prozess extrem verlangsamt.

00:11:23: Das ist sozusagen die eine Komponente, die andere Komponenten.

00:11:25: Das sind schon extrem aufwendige Infrastruktur vorhaben.

00:11:27: Man baut nicht mal eben übertragensleitung, das sind riesige Anlagen, es gibt extreme Mengen an Material, was er baut werden muss, was in Regionen gebracht werden muss und die immer nicht gleich gut erschlossen sind.

00:11:36: Dann gibt's den lokalen Widerstand Klagen...

00:11:39: Wie lange dauert so etwas?

00:11:40: Wenn man so ne Übertragungsnetzleitung bauen möchte

00:11:44: mehrere Jahre?

00:11:44: Mehrere Jahrzehnte.

00:11:45: als Jahre also sagen die großen HGU-Kabel, also die Kabel, die von Norden nach Südendorschern gehen Die haben, glaub ich, immer Wartungsdauer von zehn Jahren gehabt.

00:11:56: Aber es könnte auch gut sein, dass das noch mehr werden.

00:11:58: Da kommen jetzt die ersten so nach und nach ans Netz ... da werden auch noch mehr gebaut und gebraucht.

00:12:04: Aber das ist sozusagen eine Sache, die langsam ins Rollen kommt, die vor vielen Jahren in Gang gesetzt wurden, wo wir aber gerade noch darauf warten, dass wir dann eher in den Dreißigerjahren die großen Stromtrassen wirklich eröffnen, die wir perspektiv besprochen.

00:12:16: Mhm.

00:12:16: Jetzt haben wir über das Übertragungsdatz gesprochen.

00:12:19: Verteinets?

00:12:20: Ja genau!

00:12:24: Verteilnetz ist sehr belastet und ausgebaut.

00:12:28: Es gibt Verteilnetze, wo viel investiert wurde in den letzten Jahren und welche, wo wenig investiert wurden.

00:12:33: Die sozusagen jetzt Überarbeitung der Netze notwendig ist.

00:12:37: Da gibt es verschiedene Komponenten.

00:12:38: Das Verteilennetz sind die Netze, die dann am Ende unsere Häuser anschließen.

00:12:42: Diejenigen über die Straßen, die sind unterirdisch verlegt.

00:12:45: das ist nicht immer leicht da die Netzstrenger auszutauschen.

00:12:48: Das hat mit Einschränkungen verbunden.

00:12:51: Ich kann natürlich nicht im laufenden Betrieb so einfach in den Netzstrangen austauschen.

00:12:55: Es gibt Verteilennetzbetreiber, die machen das andere schalten dann ab.

00:12:59: Das ist sozusagen komplex, es ist kleinteilig und es ist sehr unterschiedlich zwischen den verschiedenen Netzregionen.

00:13:05: Und dazu kommt im Verteillenetz dass es auch große Unterschiede gibt weil es Verteilnetze gibt in denen sehr viele PV Anlagen beispielsweise zugebaut wurden sind.

00:13:12: da ist der Ausbaubedarf vor allen Dingen getrieben dadurch dass die ganzen PV-Anlagen halt auch angeschlossen werden müssen.

00:13:18: Netze, die eigentlich für Verbraucher ausgelegt waren.

00:13:21: Jetzt sind Netze in denen mehr Erzeugung als Verbrauch stattfindet und diese Erzeugungen ist sogar auch noch zeitlich stark konzentriert nämlich in den Mittagstunden wenn TV-Strom erzeugt wird.

00:13:30: Diese Netzen müssen auf jeden Fall ausgebaut werden und da ist der Handlungsdruck am größten weil es immer mehr Netze gibt, in denen der TV- Sturm einfach nicht mehr aufgenommen werden kann.

00:13:38: Dann gibt's die winddominierten Netze ins besonderen Norddeutschland.

00:13:42: Da wird sehr kontinuierlich viel gebaut.

00:13:45: natürlich auch die ganzen Debatten von, wer trägt dann eigentlich diese Kosten?

00:13:48: Werden die lokal umgelegt auf die Bevölkerung vor Ort oder nicht.

00:13:51: Das führt auch zu Prozessen wie Zeitbrauchen, die diskutiert werden müssen.

00:13:57: aber insgesamt sind das sozusagen verschiedene Herausforderungen in verschiedenen Netzregeln und da gibt es natürlich noch die Lastzentren.

00:14:04: durch die Elektrifizierung ist da auf jeden Fall auch einen Ausbau der Verteilennetze notwendig.

00:14:08: also wir müssen dickere Kabel verlegen wenn eine Straße haben, wo jeder sein Elektroautoparkt und eine Wärmerfumpe hat.

00:14:14: Natürlich ist die Stromnachfrage da sehr viel höher.

00:14:16: Das braucht Zeit und je nachdem wie vorausschauend Netzbetreiber diese Investitionen tätigen, es ist halt ein notwendiger Baustein und der kann potenziell auch das Problem führen wenn es nicht schnell genug geht.

00:14:28: Okay!

00:14:29: Und dann am Ende des Tages haben wir natürlich die Endverbraucher, die überall dran hängen und bei denen sich als auch viel getan hat in den vergangenen Jahren.

00:14:37: Das heißt also, es kommen mehr und mehr PV-Anlagen dazu.

00:14:39: Es kommt mehr und meer Wärmefummen dazu Heimspeicher kommen dazu Und natürlich auch dann Elektro auch das die natürlich auch irgendwann noch hoffentlich peterizionales Laden eben anbieten können.

00:14:50: Also kommen einige neue Komponenten dazu Die dazu führen dass Kunden Alphamilienhausbesitzer zu prosumern werden Die auf der einen Seite Dinge produzieren aber gleichzeitig natürlich auch mehr eben Elektrizität brauchen.

00:15:02: Also das ganze System ändert sich wenn ich mal ein ganz schiefes Bild vielleicht verwenden darf, wie ich mir das vorstellen und immer das mir das ganz gut merken kann.

00:15:10: Das ist im Grunde genommen ein großer Baum sozusagen dieses ganze Netz.

00:15:14: Ein Elektrizitätsbaum die großen starken Äste, das ist wahrscheinlich das Übertragungsnetz dann hat man kleinere Verzweigungen, dass es dann das Verteilnetz und da hängen dann sozusagen kleine kleine Blätter und Knospen dran, das sind dann im Grund genommen die Verbraucher und werden alle jetzt eben versorgt durch das Wasser im Boden.

00:15:32: für den Boden, das kann halt unterschiedlich sein und mittlerweile sind es vor allem auch ein großer Anteil von Erneuerbaren die das sozusagen das ganze Versorgen nicht war.

00:15:41: Und irgendwie ist dieser Baum jetzt in einem sehr großen Wandel und verändert sich und der muss jetzt irgendwie umgebaut werden.

00:15:47: Jetzt haben wir drüber gesprochen, wir haben mehr Erneauerbare, das Netz musst irgendwie hinterher kommen.

00:15:51: da hast du schon über die Herausforderungen gesprochen und wir kommen jetzt mal zu den Endverbrauchern.

00:15:57: wie gesagt er ändert sich viel.

00:15:59: Plastisch reden wir über das Thema Flex, also in der Berliner Bubble.

00:16:03: In der Energiebubble ist dieses Thema schon seit Jahren eben besprochen.

00:16:08: Was heißt Flex?

00:16:11: Und warum spricht man darüber überhaupt momentan?

00:16:14: Flex oder Flexibilität bezeichnet die Flexibilitet im Stromverbrauch, also schaffen es Verbraucher ihre Nachfrage zu flexibilisieren, das heißt zeitlich zu verschieben oder auch einzuschränken in bestimmten Stunden.

00:16:28: Einfach aus der Logik heraus wir haben einen System was immer größer wird und was nicht leisten kann dass alle Verbraucher gleichzeitig sehr viel Strom nachfragen.

00:16:41: also werden unser Stromsystem nicht so ausbauen können dass alle Menschen in Deutschland gleichzeitig ihre Elektroautos laden können einfach weil wir dafür viel zu hohe Anschlussleistungen bräuchten, die wir weder in den Netzen noch in der Erzeugung sicherstellen könnten und wo es auch überhaupt nicht effizient wäre das auszubauen.

00:16:58: Insofern müssen wir dazu kommen dass wir Instrumente finden, die verhindern dass alle Menschen wie nach Hause kommen mit ihrem Elektroauto, das gleichzeitig einen Stromnetz anschließen, eine Stecker anschließen und gleichzeitig laden sondern dieses Laden muss irgendwie optimiert werden, dass ist nicht sozusagen immer nur am Abend passiert, dass immer um achtzehn Uhr die Stromnachfrage exorbitant in die Höhe schießt.

00:17:18: Und das ist das Thema Flexibilisierung, ich finde am Beispiel Elektroautos lässt es sich ein leichtes nachvollziehen weil da sind auch die größten Flexibilitätspotenziale, weil ein Auto steht halt einfach größtenteils rum am Tag und aktuell wird sie sehr unflexibel geladen nämlich durch Einstecken von Menschen stecken Stecker in die Steckdose Es geht los, es lädt.

00:17:36: so lange bis es aufgeladen ist ist typischerweise halt relativ stark konzentriert zeitlich, dass viele Menschen gleichzeitig nach Hause kommen.

00:17:44: Wir arbeiten...viele von uns arbeiten, die meisten von uns arbeiten tagsüber und kommen dann irgendwann spätnachmittags abends nachhause.

00:17:51: Und das ist ein Problem und Flexibilisierung ist die Lösung dafür und die ist notwendig.

00:17:56: Wenn wir das nicht hinbekommen Dann können solche Fälle eintreten wie wir sie in Noranienburg letztes Jahr gesehen haben.

00:18:01: Kannst du einmal ganz kurz skizzieren was da passiert

00:18:03: ist?

00:18:03: Noranianburg hat der Verteilungsbetreiber letztes jahr verkündet, dass er es gerade nicht schafft weitere Elektroautos und Wärmepumpen anzuschließen.

00:18:13: Einfach weil die Netzkapazität nicht ausreicht.

00:18:15: also es ging konkret darum das Umspannwerk der Punkt wo Strom aus höheren Netzebenen in niedriger Spannungsebenen umgewandelt wurde Also eine natürliche Spannung gewandelt wurde und der sozusagen einen Handgelenk von dem Ast, wo es eine Verzeihung gab.

00:18:34: Die war voll.

00:18:35: deswegen konnten halt auch die Blätter nicht größer werden weil dieser Knotenpunkt um Ast nicht mitgemacht hat Und das war ein großer Schockmoment weil das zum ersten Mal klar durch die Medien ging.

00:18:44: okay Es kann halt auch passieren dass unsere Netze nicht schnell genug ausgebaut werden Dass das dann Einschränkungen hat für Verbraucherinnen und Verbrauchern also Verbraurerinnen und verbraucher in Rheinienburg konnte Zeit lang dann halt nicht sich entscheiden was für eine Wärmeerzeugung sie in Zukunft haben wollen, weil die Option elektrisch war keine, die sozusagen realistisch umgesetzt werden konnte.

00:19:01: Ein Elektroauto konnte man halt dann nicht mehr zu Hause laden, dass diese Einschränkung – das hat einen großen politischen Aufschrei gegeben – wir hoffen, dass es jetzt nicht die Regel wird, dass das häufiger stattfinden würde aber ist natürlich eine Herausforderung, dass die Netze rechtzeitig genug ausgebaut sind, um eine Elektrifizierung zu ermöglichen und die einzelnen Verbraucher halt auch nicht zu

00:19:20: beeinträchtigen.".

00:19:21: Also das ist eine Herausforderung.

00:19:22: Jetzt wollen wir mal auf die Lösung schauen.

00:19:24: Flex hast du angesprochen, es ist eine Lösung und Flex muss man nochmal unterscheiden.

00:19:28: Und ich weiß gibt einmal die große Flex und dann die kleine Flex kannst du das einfach nochmal unterschreiben.

00:19:33: Also mit kleiner Flex wird häufig die Flexität genannt, die in Privathaushalten sitzt.

00:19:37: Da sind vor allen Dingen ... also Terrage kann man natürlich vieles flexibilisieren.

00:19:41: Man kann seine Wäsche waschen zu anderen Zeitpunkten, das Licht anmachen zur anderen Zeitpunktung und den Kühlschrank ausschalten.

00:19:47: Das ist aber alles Sachen, die man nicht machen sollte und die irgendwie zu starke Einschränkungen sind.

00:19:51: Aber es gibt die großen Stromverbraucher im Haushalt oder es werden zunehmend mehr geben, die einen sehr gut flexibilizieren können und dazu zählen, insbesondere des Laden von Elektroautos Wärmepumpen.

00:20:02: Und es sind ja immer mehr Speicher auch in Haushalten verbraucht, Stromspeicher die alle ein Flexibilitätspotenzial in sich haben, die sozusagen den Stromverbrauch dem Bezug von Netzstrom verschieben können.

00:20:15: und diese Flexibilität zu nutzen wird ziel sein.

00:20:20: Wie ist dann gehört PV?

00:20:21: PV ist in der Regel kombiniert mit Heimspeichern und dann ist sozusagen der Speicher, die flexible Anlage.

00:20:28: Theoretisch kann PV flexibel sein im Sinne von man kann sie abregeln also sozusagen verhindert dass sich Strom jetzt einspeist.

00:20:33: das ist natürlich ne Art von Flexibilität, die wir eigentlich nicht wollen weil wir den Strom ja brauchen.

00:20:37: Wenn wir sehr viel PV ausbauen dann wird es auch notwendig sein dass wir PV immer mal wieder abregeln einfach weil das zuviel Einsparzungen geben wird für zu wenig Verbrauch.

00:20:46: Die Einsparzung kann nicht abgenommen werden weder von den Netzen noch vom Stromverbrauchern aber das ist eher eine Untergeordnete Rolle.

00:20:53: Relevant ist da eher der Speicher oder Heimspeicher der Batterie im Keller die sozusagen flexibel betrieben werden

00:20:58: können.

00:20:59: Also das ist die kleine Flex, was ist die große Flex?

00:21:01: Die große

00:21:01: Flex ist sozusagen alles, was nicht im Verteilnetz eingeschlossen ist.

00:21:04: Das bezieht sich insbesondere auf Flexibilität in Industrieunternehmen und Gewerbehandeldienstleistungen.

00:21:09: Das wird sozusagen auch wichtiger, dass auch die Industrie einen Beitrag leistet und guckt wo sie Prozesse flexibilisieren kann, welche Prozeste sozusagen zeitlich verschoben werden können.

00:21:19: Es wird sehr viele Industrie-Unternehmen, obwohl es aktuell einfach keine Option ist.

00:21:23: Es gibt Prozesse, die man nicht unterbrechen kann.

00:21:26: eine Schmelze von Aluminium.

00:21:27: da kann ich nicht nach einer halbstunde sagen jetzt mache ich mal Pause und mach morgen weiter weil dann ist halt wieder kalt geworden das Aluminum.

00:21:34: aber es gibt halt auch viele Prozeste wo man bestimmte Einzelschritte vorziehen kann.

00:21:39: Da wirds ne Flexibilität.

00:21:41: Die werden wir auch nutzen müssen.

00:21:42: die ist aber im Vergleich zu der dezentralen Flex eher sogar kleiner.

00:21:46: in der de Zentralen flex ist einfach noch viel mehr rauszuholen, weil wir über so wahnsinnig viele Anlagen sprechen selbst in die einzelnen Anlagen dann sehr klein sind.

00:21:55: Also andersherum gesagt ist das, wenn wir die Leistung von einer einzelnen Wärme von uns angucken, ist es sehr wenig Leistung.

00:22:00: aber dadurch dass wir so wahnsinnig viel Potenzial in Deutschland haben müssen, haben wir dann sehr hohe Leistungen und die auf einmal oder nie zusammen können einen hohes Flexibilitätspotenzial beistellen.

00:22:09: Das

00:22:09: ist ein interessanter Punkt denn da sind wir mehrere Dimensionen.

00:22:12: also klang man jetzt mal die große Flex aus und konzentrieren uns einmal auf die kleine Flex Und schauen da eben auf die Energiewende im Einfamilienhaus.

00:22:20: Die meisten unserer Zuschauer sind auch ein Familienhausbesitzer, die interessiert ist, welchen Einfluss habe ich dann eigentlich auf dieses System und welchen einfluss hat das System auf mich am Ende des Tages?

00:22:32: Wir haben in einigen Slides natürlich auch sehr gut aufbereitet in verschiedenen Studien wo wir da momentan stehen beim Thema Heimspeicher, beim Thema Wärme, vom Thema Elektromobilität.

00:22:43: ganz grob korrigiere mich aber Die Zahlen der Elektroautos, die Wärmepumpen daheim speichern sind ungefähr gleich.

00:22:51: Wir bewegen uns dabei zwei Millionen etwas drunter und etwas drüber aber wir haben ungefähr zwei Millionen Elektro Autos ungefähr ein bisschen mehr als zwei Millionen Wärmepumpen mittlerweile verbaut in Deutschland Und bei den Handspeichern sind wir, glaube ich, bei eins kma sechs.

00:23:03: Eins kma acht irgendwie sowas in Richtung.

00:23:05: Das heißt da ist noch viel Luft nach oben.

00:23:07: Wir sind auch ganz am Anfang eigentlich.

00:23:10: Gerade bei Bärmenpumpen sind wir weit hinten dran.

00:23:12: Bei Elektroautos sind wir auch im Vergleich zu anderen Ländern Auch weit hinten daran.

00:23:15: Da ist noch mehr Luft, viel Potenzial.

00:23:17: Es ist ja gut Du hast eben gerade gesagt Die kleine Flex Also genau diese Flexibilität die sich da was ergibt Die hat aber später einen enormen Impact.

00:23:25: Also die wird später sehr sehr groß sein.

00:23:27: Wohin werden wir dann in den letzten Jahren mit dieser dezentralen Flexibilität ungefähr?

00:23:32: Wir werden in den vergangenen Jahrzehnten auf jeden Fall einen Punkt erreicht haben, wo wir sehr, sehr viel mehr potenziell Stromnachfrage durch die kleine Flex gleichzeitig haben könnten als wir an gesicherter Kraftwerksleistung haben.

00:23:46: Wir haben eine grobe Abschätzung gemacht aber wenn sozusagen die erwarteten Prognosen des Ausbaus und der Elektrifizierung eintreten, dann haben wir wahrscheinlich zweieinhalb mal so viel etwa instellierte Leistung in diesen kleinen Verbrauchern gegenüber der dann noch verfügbaren instellierten Kraftwerksleistungen von sozusagen konventionellen Kraftwerken.

00:24:04: Das heißt diese Kleinverbraucher dürfen auf keinen Fall alle gleichzeitig Strom verbrauchen insbesondere wenn da nicht viel erneuerbaren Stromversorgung da ist.

00:24:13: Und auch die Netze werden es nicht hergeben können dass diese Klein-Verbraucher gleichzeitig Strom aus dem Netz ziehen.

00:24:19: D.h.,

00:24:19: die müssen dann, da muss dafür gesorgt werden, dass sie ihren Verbrauch halt zeitlich auseinanderziehen und nicht alle gleichzeitig

00:24:26: laufen.".

00:24:26: Weil

00:24:26: wir sonst wieder Oranienburg-

00:24:35: keine neuen mehr anschließen wollen, aber potentiell wenn die alle gleichzeitig verbrauchen würden dann würde sozusagen das Problem auch richtig instantan auftreten und also würde wahrscheinlich ein Stromausfall in einzelnen Netzgebieten auftreten.

00:24:45: Wenn wir keine Maßnahmen haben um es zu verhindern?

00:24:48: Okay also Flexibilität darum geht's!

00:24:50: Also da müssen wir jetzt einmal eintauchen.

00:24:52: Flexibilitet könnte eine Lösung sein oder könnte einen wichtigen Beitrag haben.

00:24:56: Muss

00:24:57: ich so

00:24:57: sagen.

00:24:59: Wie können wir denn dafür sorgen?

00:25:00: Weil damals, wenn ich eine Gasheizung hatte dann lief die halt einfach und da konnte ich jetzt nichts großartig regulieren.

00:25:06: Bei einer Wärmepumpe kann das anders sein bei einem Heimspeicher beim Elektroauto eben auch.

00:25:13: aber wie funktioniert es denn jetzt immer ein Familienhaus?

00:25:16: Wie kann man Flexibilität dort tatsächlich nutzen?

00:25:19: Kannst du einfach damit einsetzen durch?

00:25:20: Ja

00:25:21: also um die Flexibilitäts der ... diese Anlagen zu nutzen, also bei einer Wärmepumpe ums Recht nochmal Plastisch zumachen.

00:25:27: Beim Elektron ist relativ klar ich verschieb meinen Stromverbrauch... Ich verschiebe das Laden.

00:25:31: Bei der Wärmenpumpe ist es, ich heize etwas früher oder später.

00:25:35: Das kann nur dann funktionieren wenn ich irgendwie auch einen Wärmespeicher habe.

00:25:38: Also entweder einen echten Wärmspeicher oder genügend Träger im Gebäude dass sozusagen das am Ende keinen Einfluss auf die Verbraucher hat.

00:25:45: Wir reden jetzt nicht darum, dass man entscheidet nicht zu heizen und Strom zu sparen sondern nur, im Rahmen der möglichen Flexibilität Stromverbrauch verschiebt, ohne dass es groß Einfluss hat auf die Verbraucherinnen und Verbrauche.

00:25:56: Was dafür notwendig ist, gibt verschiedene Ansätze wie man das machen kann.

00:26:01: Die Netzbetreiber verfolgen gerade vor allen Dingen einen Ansatz wo sie sagen wir steuern oder begrenzen den Stromverbau von bestimmten Anlagen.

00:26:09: Es gibt sozusagen seit diesem Jahr eine Norwette des Energiewirtschaftsgesetzes, wo geregelt ist, unter bestimmten Umständen auf flexible Verbrauchsanrichtungen, also Elektroautos, Lärmeprumpen vor allen Dingen zugrafen können und den Verbraucht dimmen können.

00:26:25: Also den begrenzen dürfen.

00:26:26: Und dann gibt es eine Kompensation für die entsprechenden Verbraucher.

00:26:29: was dazu notwendig ist?

00:26:31: natürlich dass man das Netzbetreiber irgendwie diese Anlagen gezielt ansteuern kann.

00:26:35: Das ist aktuell nicht der Fall oder nur sehr begrenzt der Fall.

00:26:38: Dazu braucht man sozusagen ein Gateway was dies ermöglicht?

00:26:41: Diese Kommunikation.

00:26:42: Die Alternative Und das ist auch in der Reform von dem Vierzehn A paar Grafen im Energiewirtschaftsgesetz geregelt, dass man zeitvariable Stromtarife und Zeitvariabilienzentgelte hat.

00:26:55: Die sozusagen einen Preis Anreiz geben den Stromverbrauch zu verschieben.

00:26:58: also wenn ich als Privatmensch für meinen Strom Verbrauch unterschiedlich viel zahle je nachdem wann der Strom Verbauch anfällt dann habe ich ein Anreize dafür meinen Stromverbrauch zu verschieben.

00:27:09: Das kann aber nur funktionieren, wenn es nachher auch abgerechnet werden kann.

00:27:12: also ich kann halt schlecht nachher hingehen und sagen Ich habe immer nur mittags Strom verbraucht.

00:27:15: das muss ja irgendwie nachweisbar sein.

00:27:17: Und dazu müssen wir den Strom Verbrauch viertelstunden scharf messen können.

00:27:21: Viertel stunde weil das ist die Einheit im Stromsystem der sich Sachen verändern können.

00:27:25: Das sind sozusagen die klassischen Smart Mieter oder intelligente Messsysteme Die das ermöglichen und davon haben wir in Deutschland viel viel zu wenig.

00:27:33: Also wir sind immer noch bei wenigen Prozent ... der Haushalte, die einen Smart-Meter haben.

00:27:39: Da sind unsere europäischen Nachbarn... ... praktisch ausnahmslos malenweit voraus.

00:27:44: Insbesondere in Skandinavien aber auch UK, Spanien und Frankreich reden wir eher um ... ... Prozentzahlen von über neunzig Prozent.

00:27:52: Die Haushalter haben ein Smart-meter.

00:27:53: Das heißt ohne diese werden wir eine Flexität eigentlich nicht hinbekommen.

00:27:57: Entweder halt mindestens mal messen oder auch einen direkten Zugriff.

00:28:01: Aber sozusagen da brauchen wir den entsprechenden Assets in den Haushalten.

00:28:03: Okay, also lass mich das nochmal zusammenfassen und verstehen.

00:28:08: Also wir haben diese verschiedenen flexiblen Verbraucher die man eben nutzen kann im Einfamilienhaus und jetzt gibt es eben Zeiten im Netz in denen eben zu viel Nachfrage da ist.

00:28:21: In dem Moment muss man dann beispielsweise dimmen können.

00:28:26: Wenn ich gerade im Büro sitze, muss ich dann schnell nach Hause fahren und dann eben die Sachen dimmen.

00:28:30: wie funktioniert das denn?

00:28:31: Idealerweise nicht.

00:28:32: Also wenn wir in so einer Welt ankommen, dann haben wir glaube ich was falsch gemacht weil das wäre ein extremer Einfluss auf uns alle.

00:28:37: Das ist genau so.

00:28:37: Es ist auch keine Option, dass wir im Kalten sitzen.

00:28:40: Das muss alles digital erfolgen und das machen zum Beispiel intelligente Steuerungseinrichtungen zu Hause ... die entsprechend auf Signale reagieren können und... ...die dann die Flexibilität nutzen.

00:28:51: Und den Verbrauch verschieben.

00:28:53: im Rahmen des Möglichen, also zum Beispiel wäre eine Option,... ...dass man halt abends ein Elektroauto anschließt und über die App mitteilt.

00:29:00: Ich möchte gerne das am nächsten Morgen geladen ist oder von mir es auch voreingestellt hat.

00:29:02: Ich will immer, dass mein Elektroaut am nächsten morgen geladen wird.

00:29:05: Aber es muss nicht jetzt innerhalb der ersten halben Stunde sofort... ...aufgeladen werden sein sondern es kann halt auch im Laufe der Nacht aufgeladen sein.

00:29:12: Irgendwann muss man sozusagen mal diese Informationen teilen was meine persönliche Präferenz ist oder Man lässt Versorger daraus lernen, wie man sich in der Vergangenheit verhalten hat.

00:29:23: Es ist sicher geschält, dass das immer genügend Stromauto ist aber die Optimierung selber muss dann digital erfolgen über entsprechende Systeme.

00:29:30: Und diese Systeme sind sogenannte Home-Energy Management Systeme also smarte Steuerungseinrichtungen, die verschiedene Anbieter daneben anbeten und die orchestrieren dann sozusagen die verschiedenen Verbraucher

00:29:40: im Haus

00:29:41: und sorgen dann eben dafür, dass die Sachen entsprechend gedimmt werden.

00:29:45: Sowohl einmal optimiert auf den Eigenverbrauch aber wahrscheinlich eben auch optimiert das Netz oder?

00:29:52: Genau also Eigenverbausoptimierung wäre.

00:29:53: ich versuche möglichst viel von meinem PV-Sturm selber zu verbrauchen Das kann man machen ist in der Regel nicht optimal für das Stromsystem weil sozusagen alle gucken immer nur auf ihr eigenes System.

00:30:05: das wird dann sozusagen optimiert im Sinne von Ich versuche mögst wenig Netzstrom zu haben Aber es ist berücksichtigt dabei halt nicht, wann Strom im Energiesystem insgesamt viel verfügbar ist und wann wenig.

00:30:16: Wann die Netze ausgelastet sind und wann nicht.

00:30:19: All das kann sozusagen beim klassischen Eigenverbrauch auch nicht berücksichtig werden.

00:30:22: Das heißt idealerweise wollen wir eine Welt wo diese Optimierung gerade berücksüchtigt... gibt's grad vier Strom im Energiesystem in Deutschland vernetzt mit den Nachbarländern?

00:30:32: Sind die Netzen grade frei?

00:30:33: Diese beiden Punkte müssen irgendwie diesen Zentral dafür, dass diese Information muss bei dem ... Management System ankommen, damit entsprechend gute ... ... Entscheidungen getroffen werden können.

00:30:42: Die auch dann natürlich das System entlasten und langfristig ... ... dann halt auch Kostensenkung im System verursachen?

00:30:48: Also wir haben im Medial Falle machen wir erst mal den ... ... klassischen Einfängerhaus bis jetzt seit ein paar Jahren.

00:30:52: der hat dann eben einen Elektroauto, ... ... er hat seine PV-Anlage auf dem Dach, der hat seinen Heimspeicher zu Hause, so eine Batterie also... Und was ist da noch?

00:31:01: Wärmepumpe!

00:31:03: Und die müssen alle miteinander reden, die müssten alle verbunden sein, orchestriert werden.

00:31:08: Das passiert über das Home-Energy-Management-System also sogar so eine Art Gehirn, dass eben das alles mindern koordiniert und dann ist er aber immer noch in sich in seinem eigenen Kosmos.

00:31:17: Diese Informationen müssen ja dann irgendwie zum Verteilen des Betreiber rüberkommen und dafür braucht es den Smart Meter nicht wahr?

00:31:23: Also der Smart Meter bzw.

00:31:25: das Gateway, das dann dafür sorgt, dass die Informationen in diesem Haus mit dem Netz

00:31:32: Genau.

00:31:32: Oder andersherum sozusagen, wenn man jetzt erst mal am Strommarkt guckt dann gibt es sozusagen... Es gibt einen Strompreis in Deutschland der schwankt zwischen ab Herbst jede Viertelstunde wird sozusagen anderer Strompreise in Deutschland gelten auf dem DH-Strommarkt.

00:31:47: Die Information wann Strom teuer ist und wann Strom günstig ist die muss ans Hems kommen damit das Hems entsprechend darauf reagieren sagt ah ich weiß heute Mittag um vierzehn Uhr wird der Strom günster sein.

00:31:58: Ich verschiebe mal allen Verbrauch den ich kann in diese Stunde oder Viertelstunde.

00:32:05: Und das würde schon reichen, um den Strommarkt zu entlasten weil dann sozusagen wirklich es geschafft wird, teure Stromerzeugung zu verhindern und Stromestätten aus günstigeren Energiefällen zu nutzen.

00:32:18: Das heißt wir sparen dann auch tatsächlich Systemkosten ein, günstigere Anlagen erzeugen Strom und das kann geschafft werden durch Allein schon durch die Informationen, wann ist Stromteuer?

00:32:26: Wanns günstig?

00:32:27: wenn das beim Hands an kommt wäre schon ein großer erster Schritt

00:32:29: geschaffen.

00:32:29: Momentan weil der Smart Meter Rollout in Deutschland bei euch glaube zwei oder drei Prozent lesen liegt man momentan im Vergleich zu den anderen Ländern, die du erwähnt hast mit über neunzehn Prozent sind wir da ziemlich im Blindflug.

00:32:38: also wissen es einfach nicht.

00:32:39: Wir wissen's

00:32:40: nicht aber dann können halt auch keine Anreize gegeben werden.

00:32:42: Es gibt sozusagen nur die Option Eigenverbrauchsoptimierung.

00:32:45: Also da gibt es diese tolle Lösung dezentrale Flex, kleine Flex aber wir können sie gerade nicht nutzen weil das Mad Meter Rollout einfach nicht vorankommt.

00:32:52: Okay verstanden?

00:32:53: Obwohl

00:32:53: wir sozusagen vielerweise sagen langsam geht's los.

00:32:55: also

00:32:56: so langsam ja genau so langsam gehts los.

00:32:59: jetzt gibt es aber noch zwei Begriffe die du einmal vielleicht erklären kannst.

00:33:03: es gibt einmal noch dynamische Stromtarife dass das eine und das andere sind dynamische Netzentgelte.

00:33:09: Vielleicht kannst du die beiden Arme erklären.

00:33:10: Sehr

00:33:10: gerne!

00:33:11: Also dynamische Stromtarife, bezeichnende Tarife... ...die man als Haushalt zahlt für den Strom an den Energieversorger,... ...die nicht konstant sind.

00:33:20: Die allermeisten Haushalte werden heute eine Stromtarif haben,... ...wo drauf steht, zahle ca.

00:33:25: ca.

00:33:25: USD-Cent pro Kilowattstunde.

00:33:27: Strom, die du verbraust?

00:33:28: Egal wann.

00:33:29: und im Gegensatz dazu ist beim dynamischen Sturmtarif,... ...das halt nicht vorher festgelegt wird.

00:33:33: Es wird immer USD per Kilowattsstunde sein sondern der ist höher mal niedriger.

00:33:37: Es gibt so genannte Time of Use-Tarife, wo sozusagen von vornherein festgelegt ist.

00:33:41: Immer zwischen acht und neun kostet der Strom zwanzig Cent und zwischen neun und zehn, fünfundzwanzig Zent an jedem Tag.

00:33:47: Das ist sozusagen eine halbsmarte Variante.

00:33:50: Und das was jetzt sagen mehr in den Markt kommt sind Tarife, echte namische Tarife.

00:33:55: Wo der Strompreis am DER-Markt also der Strombörse in Deutschland vom Vortag für den entsprechenden Tag genommen wird und direkt weitergegeben wird an die Stromverbraucher.

00:34:06: Das heißt, die Verbraucher haben ein gewisses Preis-Resiko weil der Strompreis sich verändert entsprechend je nachdem wie der StromPreis in der Börse auch aussieht.

00:34:13: Und können dann aber natürlich auch davon profitieren dass er an vielen Stunden deutlich günstiger ist als so eine klassische Festpreistarif.

00:34:20: Weil der Strom Preis an der Bärse dann halt manchmal auch eher nur in der Größenordnung zwei drei fünf Cent pro Kilowatt Stunde liegt.

00:34:27: Manchmal ist es sogar auch null oder gar negativ gibt's auch

00:34:31: Also die große Chance tatsächlich, was zu sparen.

00:34:34: Weil man von Börsen Strompreisen profitieren kann durch den Dynamischen.

00:34:37: Wenn man von der Schwankung der Strompreise und den niedrigen profitieren könnte?

00:34:40: Wenn man es schafft, seinen Verbrauch dahin dann auch zu verstehen!

00:34:43: Und dynamische Netzengelte?

00:34:45: Es ist da hier Spiel nochmal... Da gibt's noch nicht so viel... Es gibt keinen Strommarkt aus dem sozusagen einen Netzsignal rausfließt ähnlich wie beim Strompreis.

00:34:56: Sondern dynamische Netzentgelte sind Aber erst mal Netzentgelte sind die Gebühren, die wir zahlen für die Nutzung der Netze.

00:35:02: Verteilnetze und Übertragungsnetze.

00:35:04: Die zahlen wir nicht direkt an den Netzbetreiber sondern das ist Teil der Stromrechnung, in denen wir einen Stromversorger zahlen.

00:35:09: Und die, der dann sozusagen weitergibt an die Netzbettreiber.

00:35:13: Wenn die netzentgelten auch dynamisch sind und sagen für bestimmte Anlagen können sie inzwischen auch schon dynamisch sein heißt es dass die auch schwanken und zu bestimmten Uhrzeiten günstiger und zu anderen Uhrzeit teurer sind.

00:35:25: Gibt das die schon die dynamischen Netzentgelte?

00:35:27: Seit April diesen Jahres müssen alle Verteilungsbetreiber entsprechende Tarife anbieten, allerdings nur für bestimmte Anlagen.

00:35:35: Also ich als Haushalt kann ihn noch nicht beziehen sondern nur meine Wärmenpumpe alleine kann wenn sie ein entsprechendes Messsystem hat einen Wärmepumpensturmtarif zu beziehen und der heißt da sozusagen den Zeitwabensnetz entgelt hinterlegt sein.

00:35:49: das ist eine Option wie man die beziehen kann.

00:35:52: Also jetzt haben wir verstanden, was das eigentlich braucht für Dezentrale Flex bei den Einfamilienhausbesitzern zu Hause.

00:35:59: Wir verstehen auch dass die Anfamilenhausbesitzer davon selber profitieren und das Netz auch davon profitiert, das ganze System profitiert davon.

00:36:06: kannst du es einmal nochmal konkretisieren für die drei großen Verbraucher über die wir sprechen also Heimspeicher Elektroautos und Darmeprumpen.

00:36:15: Wo ist denn das größte Flex-Potenzial zu erheben?

00:36:17: Das größte Potenzial ist ziemlich klar bei den Elektro Autos, einfach weil da die Flex-Mitwärme größten sind, also die stehen halt wirklich größtenteils am Tag herum.

00:36:27: Je nachdem ob sozusagen da wo sie rumstehen auch sie ans Netz angeschlossen werden können, es ist dann extremes Flex-mitwärmspotenzial.

00:36:33: aber in der Regel sind ja alle meisten Elektro-Autos nachts zu Hause und können dann eingesteckt werden.

00:36:37: Wenn es gemacht wird, ist da ein extremes Potenzial.

00:36:40: Und dazu kommt natürlich auch die Batterien in der Regel sehr viel größer sind.

00:36:43: also für die allermeisten Verbraucher reicht das auch einmal die Woche das Auto aufzuladen.

00:36:48: Da ist natürlich ein riesiges Verschiebepotenzial.

00:36:50: wenn ich mir den günstigsten Zeitpunkt in einer Woche aussuchen kann.

00:36:53: Dann ist da sehr viel Musik drin plus das ist im relativ hoher Verbrauch.

00:36:57: Wärmeprumpen sind ein bisschen weniger flexibel weil ... Die wärme Nachfrage... Ich kann halt nicht am Montagmorgen meinen Wärmespeicher vollhauen, mal bis auf hundert Grad hoch heizen oder wieviel auch immer und dann den Rest der Woche daraus meine Wärme beziehen.

00:37:11: Dafür sind die Speicher nicht ausgewegt dafür ist auch die sind die Wärmerverluste viel zu hoch.

00:37:16: Das heißt das Stromnachfall der Wärmepumpe und die Währmeerzeugung kann nicht so stark vom Verbrauch entflochten werden.

00:37:21: deswegen sozusagen im Vergleich zur Elektroautos die Flexibilität ein bisschen geringer.

00:37:26: Dafür verbrauchen Wärmenpumpen in der Regel mehr als Elektro Autos also der Voraus schon eher häufig doppelt so wie der vom Elektroauto.

00:37:33: Das ist größte Ordnung, das heißt sozusagen relativ weniger flexibel absolut mehr Stromverbrauch und dadurch sozusagen am Ende auch ein signifikantes Einsparpotenzial.

00:37:42: Eine Möglichkeit die man da wahrscheinlich hat ist beispielsweise den Verbrauch der Wärmepumpe eher in die Mittagszeit eben zu schieben weil dann natürlich die sogenannte Jahresarbeitszeit also die Effizienz der Wermepumppe höher ist und dementsprechend auch weniger Strom verbraucht wird in dem Moment.

00:37:58: In dementsprechend könnte man es natürlich eher dahin verschieben, wenn man dann ein Haus hat das relativ gut gedämmt ist, dann kann man da natürlich von der Wärme abends profitieren die man dann eben mittags hier im Rhein gewohnt.

00:38:08: Genau und das ist eine Flexibilisierung, die geht auch heute schon.

00:38:11: also selbst wenn ich immer gleich viel zahle für meinen Stromtarif, dann profitiere ich, wenn ich die Effizienzvorteile in den Mittagstunden nutze.

00:38:18: Wenn jetzt dazu noch drauf kommt dass auch sozusagen potenziell die Strompreise mittags häufig günstig sind, insbesondere wenn's sonnig bei vier PV-Entspeisungen ist?

00:38:26: dann profitiere ich doppelt davon, weil es die höheren Temperaturen und gleichzeitig niedrigen Strompreise ist.

00:38:32: ein Hebel der natürlich schnell noch mal vier ausmacht für die Verbraucher.

00:38:35: Also wie du vorhin schon am Anfang gesagt hast eigentlich er ist relativ klar auf dem Blattpapier was jetzt passieren müsste.

00:38:42: Was sind denn für dich in den kommenden Monaten und Jahren wirklich die wichtigsten Hebel damit wir das große Potenzial von Flexibilität nutzen können in Deutschland?

00:38:51: Das größte Hürde, die wir haben dass halt so viele kleine Anlagen sind und die an irgendwelchen Haushalten dranhängen.

00:38:59: Und nicht jeder Haushalt sich darüber Gedanken machen möchte, wie ich jetzt die Flexität von meinen kleinen Anlagen am besten hebe.

00:39:05: Das heißt wir brauchen irgendwelche Intermediatoren, die zwischen den Haushalten und dem Strommarkt fungieren und diese Flexität heben und das für die Haushalte möglichst einfach machen.

00:39:15: Ich glaube es wird einzelne Menschen geben, die Spaß daran haben die Flexibilität selber zu optimieren, aber in der Regel werden es doch Anbieter von Flexibilitäten machen und die müssen entsprechende Produkte designen.

00:39:25: Die Haushalte ansprechen, müssen die Haushalt überzeugend davon und übernehmen dann die.

00:39:31: entweder stellen sie die Software für die Flexabilitäts-Erbringung bereit und bieten einen zentralen Stromtarif an oder Sie übernehmen die Optimierung der Anlagen gleich komplett selber und steuern alles und vermarkten die Flexilität für die Verbraucherinnen und Verbrauchern an den Sturmmärkten.

00:39:45: Abschlussfrage, jetzt wie gesagt gerade Energiewende-Monitoring steht an.

00:39:50: Viele viele Entscheidungen stehen an im Herbst.

00:39:52: Deutschland hat sich auf den Weg gemacht und die große Frage ist werden wir die Energiewende noch ein bisschen ausbremsen?

00:39:59: Wie optimistisch bist du dass wir mit der Energiewände sagen wir mal bis zum Jahr zwanzig dreißig wirklich gut vorankommen in Deutschland.

00:40:05: Ich glaube die Richtung und der Weg ist klar und wir haben eigentlich auch größtenteils gesellschaftlichen Konsens, dass wir einen Energiewende brauchen.

00:40:14: Ich glaube das auch aus EU-Ebene über entsprechende Preise und Vorgaben also insbesondere auch ein Emissionshandel für der sozusagen ausgeweitet wird, der fossile Energie teurer macht.

00:40:28: Der wird kontinuierlich uns auf den richtigen Weg begleiten.

00:40:32: Das darf halt nicht ausgebremst werden durch irgendwelche zu starken Kompensationen in der Regierung wo sozusagen alle Leute entschädigt werden dafür, dass plötzlich Benzin teurer wird.

00:40:41: Aber wenn das nicht passiert, und das sehe ich nicht kommen.

00:40:43: Dass da zu starker kommt, dass wir uns nachher folgen, dann bleiben wir auf dem richtigen Weg.

00:40:46: Ich glaube es wird langsam gehen aber wir kommen dahin.

00:40:49: Ansalm du hast uns viele sehr komplexe Begriffe heute erklärt um ein bisschen mehr Licht in dieses Dunkel gebracht zu diesem komischen Strombaum den ich vorhin versucht habe zu skizzieren.

00:40:58: vielen vielen Dank.

00:40:59: danach kann nichts mehr kommen.

00:41:00: herzlichen dank

00:41:01: danke dir.

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